Seite drucken   Sitemap   Zum Kontaktformular   Hinweise zur Änderung der Schriftgröße  
Startseite Aktuelles Schulbegleitung auch für Angebote des Offenen Ganztags ermöglichen  · 

Schulbegleitung auch für Angebote des Offenen Ganztags ermöglichen

Lebenshilfe fordert Anerkennung des Offen Ganztags als schulisches Bildungsangebot

Seit dem Schuljahr 2014/2015 haben Kinder mit Behinderung den Rechtsanspruch auf einen Platz an einer Regelschule. Schulbegleiter/-innen beziehungsweise Integrationshelfer/-innen unterstützen sie im schulischen Alltag. Die Kostenübernahme durch die Sozialhilfeträger ist in der Regel gewährleistet. Anders sieht dies im Offenen Ganztag aus. Daher fordert der Landesausschuss Kindheit und Jugend der Lebenshilfe NRW, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, den Gesetzgeber auf, den Offenen Ganztag als schulisches Bildungsangebot anzuerkennen und so eine Finanzierung zu ermöglichen.

Foto

Der Besuch des Offenen Ganztags ist wichtig, um Kindern mit Behinderung eine gleichberechtigte Teilhabe am Schulunterricht zu ermöglichen. ©Ludolf Dahmen

Die Schulbegleitung ist eine Leistung der Eingliederungshilfe. Laut § 54 Abs. 1, Nr. 1 SGB XII sind Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung, insbesondere im Rahmen der allgemeinen Schulpflicht und zum Besuch weiterführender Schulen einschließlich der Vorbereitung hierzu, zu gewähren. Die Offenen Ganztagsangebote unterliegen weder der allgemeinen Schulpflicht, noch ist geregelt, ob sie als Vorbereitung auf den Schulbesuch anzusehen sind. Die Folge: Anträge der Eltern auf Kostenübernahme werden regelmäßig abgelehnt.

Gleichberechtigte Teilhabe

In ihrer Forderung betont die Lebenshilfe NRW wie wichtig der Besuch des Offenen Ganztags ist, um Kindern mit Behinderung eine gleichberechtigte Teilhabe am Schulunterricht zu ermöglichen. Dies gelte nicht nur für die Hausaufgabenbetreuung, sondern auch für Arbeitsgemeinschaften, die Vermittlung motorischer, kognitiver und sozialer Fähigkeiten und für den Kontakt zu und die Akzeptanz durch die Mitschüler/-innen.

Auf die Versäumnisse hatte der Paritätische NRW bereits anlässlich des Inkrafttretens des Rechtsanspruches für Kinder mit Behinderung im August 2014 mit einer Pressemitteilung aufmerksam gemacht.

 



 
top