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Ansprüche auf Sozialleistungen gewissenhafter prüfen

Viele Antragsteller/-innen müssen Leistungen vor Gericht erkämpfen

Anlässlich des kürzlich veröffentlichten Jahresberichtes des nordrhein-westfälischen Landessozialgerichts, fordert der VdK NRW, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, eine gewissenhaftere Prüfung der Ansprüche auf Sozialleistungen. Der Vorsitzende des VdK NRW Karl-Heinz Fries: „In unserer Beratungspraxis machen wir leider immer wieder die Erfahrung, dass Sozialleistungen nur dann anerkannt werden, wenn Betroffene auf juristischem Wege für ihre berechtigten Interessen kämpfen.“ 2015 hat der VdK NRW für seine Mitglieder neun Millionen Euro an einmaligen und mehr als 500.000 Euro an laufenden monatlichen Zahlungen vor den Sozialgerichten erstritten.

Bild: Beratungssituation

Der VdK NRW unterstützt seine Mitglieder dabei, ihre Rechte gegenüber Behörden und Sozialversicherungsträgern durchzusetzen.

Von der Anerkennung einer Behinderung über die Bewilligung von Hilfsmitteln durch die Krankenkasse bis hin zu Rentenansprüchen: Anträge auf soziale Leistungen werden häufig zu Unrecht abgelehnt. Der VdK NRW unterstützt seine mehr als 300.000 Mitglieder, überwiegend Ältere, Menschen mit Behinderung sowie Pflegebedürftige und deren Angehörige dabei, ihre Rechte gegenüber Behörden und Sozialversicherungsträgern durchzusetzen. Insgesamt wurden 2015 über 4.800 Klageverfahren von den Expertinnen und Experten des VdK-Landesverbands abgeschlossen. Sie führten mit über 2.300 Fällen mehr als jedes siebte Verfahren vor den Sozialgerichten in NRW. Im Bereich der Rentenversicherung kam mehr als jeder achte Fall von VdK-Mitgliedern (rund 1.700).

Ablehnende Bescheide können Existenz bedrohen

„Bei aller Freude über die erfolgreiche Arbeit für unsere Mitglieder gibt diese Entwicklung zugleich Anlass zur Sorge", betont Fries. „Schließlich kann ein ablehnender Bescheid für jemanden, dem eigentlich finanzielle Unterstützung zusteht, im schlimmsten Fall existenzbedrohend sein.“ Der VdK-Landesvorsitzende fordert daher, dass die Voraussetzungen für mögliche Ansprüche von Anfang an gewissenhaft geprüft, Antragsverfahren vereinfacht sowie unabhängige Beratungsstrukturen ausgebaut werden.

 



 
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