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NRW zum Integrationsland Nr. 1 machen

Gemeinsame Fachtagung des DGB NRW und Paritätischen NRW
Düsseldorf, 11.04.2016 - Auf einer gemeinsamen Veranstaltung des DGB NRW und des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes NRW forderten Hermann Zaum, Landesgeschäftsführer des Paritätischen NRW, und DGB-Vorsitzender Andreas Meyer-Lauber das Land zu größeren Anstrengungen bei der Integration Geflüchteter auf.

„Es reicht nicht aus, immer nur nach Berlin zu schielen. Wir verlieren wertvolle Zeit und müssen unbedingt Sprach- und Qualifizierungsangebote für alle Geflüchteten anbieten können. Besonderen Handlungsbedarf sehen wir bei den überwiegend jungen Männern, die zwischen 18 und 25 Jahre alt und in NRW nicht mehr berufsschulpflichtig sind. Hochmotivierte junge Leute, die zur Untätigkeit gezwungen sind, brauchen dringend entsprechende Angebote“, sagte Andreas Meyer-Lauber.

Erst im März 2016 hatte der DGB NRW gemeinsam mit Kammern und Arbeitgebern einen Forderungskatalog erstellt, der eine Beschulungsmöglichkeit an den Berufskollegs für 10.000 Geflüchtete vorsieht und weitere Einstiegssprachkurse für 45.000 Erwachsene fordert. Meyer-Lauber: „Kritisch sehen wir auch das Integrationsgesetz, das auf Bundesebene vorbereitet wird. Sanktionsmöglichkeiten für Integrationskurse, die es nicht gibt, machen keinen Sinn.“

Auch Hermann Zaum verlangte ein stärkeres Engagement des Landes: „Als Paritätischer werben wir dafür, die bestehenden Unterstützungsstrukturen beim Übergang Schule – Beruf für junge Flüchtlinge zu öffnen. Neue Aufgaben brauchen neue Konzepte, unterschiedliche Zielgruppen brauchen aber auch unterschiedliche Angebote. Das kann nicht mit gleichbleibenden Ressourcen gestemmt werden. Hier erwarten wir von der Landesregierung, dass die Mittel aufgestockt werden, um die neuen Aufgaben qualitativ gut bewältigen zu können.“

 



 
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