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Frausein heißt oft arm sein

Seniorin trägt Kosten in Haushaltsbuch ein

Anlässlich des Weltfrauentags am 8. April mahnt der VdK NRW, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, erneut an, dass Frauen in Deutschland bei gleicher Arbeit im Durchschnitt immer noch 21 Prozent weniger verdienen als Männer. Dazu die VdK-Landesvorsitzende Katharina Batz: „Obwohl sie oft besser ausgebildet sind, sind Frauen seltener in Führungspositionen und Aufsichtsräten vertreten. Zudem sind sie überproportional von niedrigen Löhnen und Teilzeitarbeit betroffen."

Zwei Drittel der 7,3 Millionen Minijobber in Deutschland sind weiblich und fast jede zweite Frau arbeitet in Teilzeit. „Bei den Vollzeitbeschäftigten gibt es mit mehr als 60 Prozent besonders viele weibliche Geringverdiener, obwohl der Frauenanteil hier insgesamt gerade einmal bei 35 Prozent liegt", erläutert Batz. „Besonders häufig gehen Alleinerziehende, Berufsrückkehrerinnen und Frauen mit Migrationshintergrund einer geringfügigen Beschäftigung nach und können sich damit kaum über Wasser halten."

Altersarmut vermeiden

Hinzu kommt, dass sich prekäre Arbeitsverhältnisse, die Kindererziehung und die Pflege von Angehörigen negativ auf die Rente auswirken. „Frauen, die diese gesellschaftlich wichtigen Aufgaben übernehmen, dürfen keine Angst haben, deswegen später in Altersarmut zu geraten“, betont Batz und macht sich für Verbesserungen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf stark. „Statt halbherziger Lösungen fordern wir echte Chancengleichheit sowie gerechte – also geschlechtsunabhängige – Löhne. Schließlich werden die schlecht bezahlten Frauen von heute später auch eine Rente beziehen, die kaum zum Leben reicht.“

 



 
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