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Spiel und Erholung für alle

Zwei Mädchen im Grundschulalter, eins blond , eins dunkelhaarig

Auch geflüchtete Kinder und Jugendliche, die in Erstaufnahmeeinrichtungen leben oder aus sogenannten sicheren Herkunftsstaaten stammen, dürfen ihre Kommune oder ihren Landkreis nur aus „zwingenden Gründen“ im Ermessen der Behörden verlassen. Deshalb können sie oft nicht an Ferienfreizeiten oder Ausflügen teilnehmen. Das darf nicht sein, fordert die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW, der neben dem Paritätischen Jugendwerk NRW mit dem Deutschen Kinderschutzbund NRW auch eine Mitgliedsorganisation des Paritätischen NRW angehört.

Gerade nach traumatisierenden Fluchterfahrungen ist das Recht auf Spiel, Erholung und Freizeitbeschäftigung wichtiger denn je. Die Träger der Kinder- und Jugendarbeit in NRW leisten einen wichtigen Beitrag zur Hilfe und bemühen sich vielerorts um die Mitnahme und Teilhabe geflüchteter junger Menschen. Ihre Arbeit wird jedoch häufig aufgrund von asylrechtlichen Regelungen erschwert. In einem Appell fordert die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW daher:

Angebote für geflüchtete Kinder müssen, wie für alle jungen Menschen, auch außerhalb der Unterkünfte und ihres zugewiesenen Aufenthaltsbereiches möglich sein und dürfen nicht am Status des Asylverfahrens scheitern. Sie fordert die Anwendung der UN-Kinderrechte für alle Kinder, egal woher sie kommen und wo sie leben und ermuntert die Praxis der Kinder- und Jugendhilfe ausdrücklich, geflüchtete Kinder und Jugendliche in ihre Aktivitäten einzuplanen – und sie zu besuchen.

Berichte aus der Praxis über die Behinderung der Reisefreiheit von geflüchteten jungen Menschen beunruhigen die Mitglieder der Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW. Jugendgruppen, die in den Ferien von NRW aus ins Ausland reisen, müssen je nach Aufenthaltsstatus bei der zuständigen Ausländerbehörde oder beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) eine Genehmigung einholen. Der im Asylrecht geltende Satz, „Bedingungen und Auflagen können angeordnet werden“, wird von den Ausländerbehörden in der Praxis noch immer unterschiedlich gehandhabt. Die Aktionsgemeinschaft bittet alle kommunalen Ausländerbehörden um eine großzügige und transparente Auslegung des geltenden Rechts.

 



 
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