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Pflegeeltern mit Migrationshintergrund

Mutter liest kleinem Jungen etwas vor

Es gibt immer mehr Pflegekinder mit einem Migrationshintergrund. Pflegeeltern, die selber einen Migrationshintergrund haben, gibt es aber nur wenige. PLANB Ruhr, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, will das ändern. In dem Projekt „PemM – Pflegefamilien mit Migrationshintergrund“ hat der Verein erarbeitet, wie mehr Menschen mit Zuwanderungsgeschichte für die Pflegekinderhilfe gewonnen werden können.

Die Zahl an Kindern, die unter Inobhutnahme des Jugendamtes stehen und zeitweise oder dauerhaft nicht in ihrer eigenen Familie leben können, wird immer größer. Passende Pflegeeltern oder auch Gasteltern für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge werden dringend gesucht. Besonders schwierig ist es für die Jugendämter und freie Träger, Pflegeeltern mit einem Migrationshintergrund zu finden. Denn vielen ist die außerfamiliäre Pflegekinderhilfe überhaupt nicht bekannt. Auch Vorbehalte gegen Jugendämter können eine Rolle spielen.

Aufklärung, Sensibilisierung, Beratung

Im Rahmen des Projektes „PemM“ sensibilisiert und berät PLANB Jugendämter und freie Träger für eine interkulturelle und kultursensible Pflegekinderhilfe. Außerdem finden zahlreiche Informationsveranstaltungen für Menschen mit Migrationshintergrund statt, um sie mit dem System der Kinderpflegehilfe bekannt zu machen und um Vorbehalte abzubauen. Sind Familien interessiert, übernehmen Mitarbeiter/-innen von PLANB eine Brückenfunktion zwischen ihnen und den Trägern. PLANB steht den Familien außerdem als Ansprechpartner im Bewerbungsprozess zur Verfügung. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der Forschungsgruppe Pflegekinder der Universität Siegen. Hierdurch sollen Kriterien zur Aufklärung, Gewinnung und Sensibilisierung von Pflegefamilien mit Migrationshintergrund erarbeitet werden. Bei einem Bundesfachtag am 17. Mai 2017 in Bochum werden diese und weitere Ergebnisse des Projektes vorgestellt.

 



 
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