Hand, die etwas in ein Haushaltsbuch schreibt. Daneben einige Euro-Münzen

Aktionswoche der Schuldnerberatung

Maßnahmenbündel gegen Verschuldung privater Haushalte gefordert

„Weg mit den Schulden!“ – so lautet das Motto der aktuellen Aktionswoche Schuldnerberatung. Die in der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV) zusammengeschlossenen Wohlfahrts- und Fachverbänden, darunter auch der Paritätische, fordern unter anderem die Gewährleistung einer bedarfsgerechten Existenzsicherung und einen gesetzlichen Rechtsanspruch auf Schuldnerberatung unabhängig vom Einkommen.

Neue Perspektiven schaffen


In NRW ist in etwa jeder zehnte Mensch überschuldet, deutschlandweit sind es fast sieben Millionen Menschen. Die Probleme und Fragen der Betroffenen sind vielschichtig. Es geht um Existenzsicherung, den Umgang mit der schwierigen Situation oder die Belastung der gesamten Familie. Überschuldete Menschen brauchen fachliche Begleitung, Stabilisierung und Unterstützung. Qualifizierte Schuldnerberatungsstellen zeigen Wege auf, mit den Schulden umzugehen. Neben der Regulierung der finanziellen Situation, erarbeiten die Berater/-innen gemeinsam mit den Betroffenen eine individuell passende Strategie für den Umgang und die Bewältigung der sozialen Notlage und helfen, neue Perspektiven zu entwickeln.

Von Ort zu Ort verschieden


Wer Unterstützung durch Schuldnerberatungsstellen bekommt, ist jedoch von Ort zu Ort verschieden. Denn die Finanzierung der Schuldnerberatung erfolgt im Wesentlichen durch die Kommunen und ist somit von der dortigen Haushaltssituation abhängig. So wird beispielsweise in einigen Kommunen Schuldnerberatung nur für Menschen finanziert, die Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II) beziehen. Auch präventive Angebote und frühe Hilfe gibt es nicht in jeder Stadt. Anlässlich der Aktionswoche der Schuldnerberatung fordert die AG SBV:

  • die Gewährleistung einer bedarfsdeckenden Existenzsicherung,
  • einen gesetzlichen Rechtsanspruch auf Schuldnerberatung unabhängig vom Einkommensstatus der Betroffenen,
  • den bedarfsgerechten Ausbau und eine sichere Finanzierung der Schuldnerberatung,
  • die Förderung von Prävention.