(v. l.) Kira, Issa, Vorleseoma Bärbel Siepmann, Elham, Leiterin Petra Wiemer,  Rahaf, Evangeline, Ilyas,  Meike Heitmann, Silke Oswald, Alex Wüllscheid und Tanja Schmidt.

Dornröschen, Corona und die neuen Schuhe

Ein Kalkwallmärchen für Leseoma Babsy

Nachdem sie ihre berufliche Tätigkeit in Dortmund beendet hatte und – der Liebe wegen – nach Burgsteinfurt gezogen war, setzte sie einen schon lange gehegten Wunsch in die Tat um: Ehrenamtlich mit Kindern arbeiten. Gern nahm der Paritätische Wohlfahrtsverband im Kreis Steinfurt sie auf und schnell war im burgsteinfurter Kindergarten Kalkwall eine passende Stelle gefunden: Vorleseoma.

Als solche fungierte „Babsy“ seit 2015 - bis Corona dem ein urplötzliches vorübergehendes Ende bereitete. Das Betreten von Kindergärten war Personen ihres Alters untersagt. Die Verbindung aber blieb, und jetzt gab‘s eine tolle Osterüberraschung für Babsy. Beide Kindergartengruppen, die Grüne und die Gelbe, haben sich richtig etwas einfallen lassen.

Während jedes Kind der Grünen Gruppe (Projektleiterin Tanja Schmidt) ein Bild freier Wahl malte und gemeinsam alle ihre Gedanken zum Frühling in Schrift und Bild ausdrückten, kreierten die Kinder der Gelben Gruppe (Projektleiterin Meike Heitmann) das Märchen „Dornröschen, Corona und die neuen Schuhe.“ So wie sie es mit „Babsy“ oft gemacht haben, entwickelten sie das Märchen selbst ohne zu Beginn zu wissen, wie es ausgehen würde. Eine oder einer hatte eine Idee, man schrieb sie auf, Alternativen, wie es weitergehen könnte, wurden vorgeschlagen, Diskussion, Abstimmung, Formulierung und weiter ging’s. 

Schließlich hatte man ein gelungenes Ende gefunden. Anders als bei den Brüdern Grimm, wo es ja um dreizehn Feen geht, von denen eine Dornröschen durch Stich einer Spindel den Tod im fünfzehnten Lebensjahr wünschte und eine weitere diesen Fluch in einen 100-jährigen Schlaf umwandelte, aus dem sie schließlich durch einen Prinzen erweckt wurde, ging‘s nun um Schuhe. Dornröschen hätte gern die wunderschönen Glasschuhe ihrer Schwester Julia bekommen, aber die waren zu klein und die Geschäfte – coronabedingt - geschlossen. Also wünschte sich Dornröschen passende - von einer Fee. Die war zwar nicht aufzutreiben, doch Dornröschen fand auf wundersame Weise einen Stein, einen Wunderstein. Dornröschen schloss die Augen und wünschte sich und wünschte sich….Als es die Augen öffnete, standen vor ihr grüne….. Gummistiefel und die Enttäuschung war riesengroß. Was würden die Kindergartenkinder sagen? Auslachen würden sie sie. Das happy and? Frag‘: baerbel-siepmann@email.de

 

Foto: (v. l.) Kira, Issa, Vorleseoma Bärbel Siepmann, Elham, Leiterin Petra Wiemer,  Rahaf, Evangeline, Ilyas,  Meike Heitmann, Silke Oswald, Alex Wüllscheid und Tanja Schmidt.